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Tutorial - RCT1 - Achterbahnbau (Grundlagen)

>>> Dieses Tutorial setzt voraus, dass du...
...die Anleitung, welche bei Rct beiliegt, gelesen hast
...mit den einfachsten Begriffen und Funktionen in Rct umgehen kannst
...einen individuellen Streckenentwurf gestalten kannst

>>> In diesem Tutorial lernst du...
...was du beim Bau von eigenen Streckenentwürfen beachten musst, um gute Werte zu erzielen
...wie du einen innovativen Streckenverlauf erzielen kannst


1.: Wie kann ich gute Werte erzielen?
Die Testergebnisse einer Achterbahn enthalten drei wichtige Werte: Die Erregungs-, Intensitäts- und Übelkeitsrate. Eine gute Achterbahn hat eine möglichst hohe Erregungsrate, während die anderen beiden Werte möglichst niedrig gehalten werden sollten.

Zunächst beschäftigen wir uns mit der Intensitäts- und Übelkeitsrate. Am Wichtigsten ist dabei die Intensitätsrate, da diese letztendlich entscheidet, ob ein Besucher die Bahn fährt oder nicht. Überschreitet die Übelkeitsrate die Übelkeitstoleranz eines Besuchers, wird ihm schlecht. Dieser Zustand ist nicht erstrebenswert, da kranke Besucher den Park beschmutzen und keine Attraktionen besuchen. Außerdem sind kranke Besucher natürlich unzufrieden.

Die Intensitätsrate lässt sich gezielt beeinflussen, während jedoch die Übelkeitsrate zwar von der Intensitätsrate abhängt, sich jedoch nicht so gezielt beeinflussen lässt. Zu beachten ist vor allem, dass nicht zu viele Kräfte während der Fahrt auf den Besucher einwirken. Am Wichtigsten ist es, die seitlichen G-Kräfte niedrig zu halten und darauf zu achten, dass Inversionen (Überschläge) nicht zu schnell durchfahren werden.


Obiges Bild zeigt zwei Streckenentwürfe. Die rote Strecke dient uns als negatives Beispiel (Ein solcher Streckenverlauf sollte vermieden werden), und die grüne Strecke dient uns als ein positives solches (Solch ein Streckenverlauf ist erstrebenswert). Wie man unschwer erkennen kann, enthält die rote Strecke eine enge Kurve ohne Neigung direkt nach der Abfahrt. Dies hat den Effekt, dass beim Durchfahren der Kurve starke Kräfte auf den Besucher einwirken, welche dieser als unangenehm empfindet. Aus diesem Grund sollte man diesen Streckenverlauf vermeiden. Um den Verlauf der Strecke zu verbessern haben wir mehrere Möglichkeiten: Wir können die Kurve neigen, den Radius vergrößern und eventuell die Kurve in die Abfahrt integrieren oder ansteigen lassen. Die grüne Strecke enthält nun eine Kurve mit deultich größerem Radius. Es gilt: Je größer der Radius desto kleiner die auf den Besucher wirkenden Kräfte. Zusätzlich ist die Kurve geneigt. Eine geneigte Kurve hat den gleichen Effekt: Es wirken weniger Kräfte auf den Besucher ein. Daher sollten alle Kurven, die mit mehr als 18-20 km/h durchfahren werden, geneigt sein. Betrachtet man nun die Werte der beiden Bahnen, so lässt sich feststellen, dass die Übelkeits- und Intensitätsrate der grünen Bahn niedriger als die der roten Bahn, die Erregungsrate der grünen Bahn aber höher als die der roten Bahn ist. Die grüne Bahn wird beim Besucher also besser ankommen.

Hier lässt sich das gleiche Beobachten: Bei der roten Bahn wird die Inversion schneller durchfahren als bei der grünen Bahn. Somit hat die rote Bahn wieder die schlechteren Werte. Die Lösung ist in diesem Fall schon gegeben: Die Inversion der grünen Bahn liegt höher als die der roten, wodurch sie langsamer durchfahren wird. Somit wirken wieder weniger Kräfte auf den Besucher ein. Bei anderen Inversionen muss allerdings unter Umständen eine andere Lösung gefunden werden. Sollte sich keine andere Möglichkeit ergeben, kann man auch Bremsen nutzen um den Zug in angemessener Geschwindigkeit die Inversion durchfahren zu lassen. Achtung: Eine zu geringe Geschwindigkeit führt dazu, dass der Zug nicht mehr genug Schwung erhält um die Inversion zu durchfahren.

Auch eine angemessene Höhe der Bahn kann die Werte zum Positiven verändern. Wenn kein Element der Bahn höher als 20m ist, ist ein 50m hoher Lifthill eventuell überdimensioniert. Desweiteren sollte der Zug mit angemessener Geschwindigkeit in die Station einfahren. Auch hier ist der Einsatz einer Bremse sicher eine gute Idee.


2.: Wie kann ich einen innovativen Streckenverlauf erzielen?

Obiges Bild zeigt eine Bahn, an deren Streckenführung noch einiges verbessert werden kann. Die roten Bereiche zeigen unvorteilhaft gestaltete Bereiche. Zunächst sind die Bereiche wichtig, in denen der Boden des Parks rot eingefärbt ist. Diese zeigen an, wo die Streckenführung zu weitläufig ist. Wäre diese kompakter gehalten, würde das sowohl die Erregungsrate in die Höhe treiben als auch den Platzbedarf deutlich verringern. Allerdings wäre die Ausgestaltung der roten Bereiche mit Gebäuden und angehobenem Land durchaus eine mögliche Alternative.

An der Bahn selbst fällt auf, dass die Hälfte der Streckenteile in der Station rot eingefäbrt sind. Die Station ist in diesem Fall deutlich zu lang. Eine Länge von sechs Streckenstücken ist in vielen Fällen sinnvoll. Generell sollte die Station nicht länger als nötig sein. Sollten sich Ein- und Ausgang auf der gleichen Seite der Station befinden, ergibt sich mit einer geraden Anzahl von Stationsstücken die Möglichkeit, eine Warteschlange optimal zu platzieren. Eine ungerade Anzahl würde zu einer Lücke führen, die sich nur schwierig durch gutes Theming verschönern lässt. Ein anderer wichtiger Punkt ist die erste Abfahrt der Bahn, welche hier zu weitläufig erfolgt. So wird eine kompakte Streckenführung fast unmöglich. Am Stationsende sollte der Zug durch mehrere Bremsen-Elemente sanft abgebremst werden. Dabei sollte jedes Element den Zug auf eine niedrigere Geschwindigkeit als das Vorherige abbremsen. Der Abschnitt zwischen Bremse und Station ist zu lang, wodurch ein zu großer Teil der Fahrt langweilig erscheint.

Die grünen Abschnitte auf dem Bild kennzeichnen Bereiche mit gut umgesetzter Streckenführung. Das Durchfahren des Loopings ist eine gute Lösung, welche sowohl die Erregungsrate steigert als auch das optische Gesamtbild aufwertet. Der Helix, welcher als nächster Abschnitt im hinteren Bereich der Bahn folgt, ermöglicht eine maximale Nutzung des hier zur Verfügung stehenden Raumes: Eine Fläche wird in zwei Ebenen durchfahren. Ein Helix sollte allerdings nie eine größere Kurve als 360° enthalten, um die Optik nicht negativ zu beeinträchtigen. Die Bremsen am Ende der Bahn verringern die Geschwindigkeit des Zuges sanft, jedoch ist der darauffolgende Abschnitt trotzdem nicht langweilig. Dies wird durch das noch folgende Gefälle und die leicht abfallende geneigte Kurve ermöglicht.

Autor: Rearranger_Christian 
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